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08.02.2012 00:42:48 Uhr

Langwelle

Die günstigen Eigenschaften der Bodenwelle ermöglichen des Empfang des EFR-Signals auch in Kellerräumen und abgelegenen Tälern.

Die von den Sendeanlagen abgestrahlten Signale erreichen die Empfänger auf zwei Wegen:

  1. als Bodenwelle entlang der Erdoberfläche und
  2. als Raumwelle, die an der ionosphärischen D-Schicht reflektiert wird.

Für die Funk-Rundsteuerung ist ausschließlich die Bodenwelle von Bedeutung, da sie folgende Eigenschaften besitzt:

  • die Bodenwelle kann als Folge der Beugung der Erdoberfläche folgen
  • durch ihre niedrige Frequenz dringt das elektromagnetische Feld (im Gegensatz zum Mobilfunk) tief in das Erdreich ein.

Dadurch bietet das Langwellensystem auch in Kellerräumen oder in entlegenen Tälern installierten Empfängern Funktionsgarantie.

Langwelle - Grafik zum Verlauf, deutsch

Moduliert wird nach dem Frequency-Shift-Keying-Verfahren (FSK-Verfahren, digitale Frequenzmodulation). Es wird dabei zwischen einer Frequenz oberhalb der Trägerfrequenz (fT + f1) und einer Frequenz unterhalb der Trägerfrequenz (fT - f1) getastet, wodurch die erforderliche Zweiwertigkeit des Signals gewährleistet ist.

Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 200 Bd, die Sendeleistung liegt bei je100 kW in Mainflingen, Burg und in Lákihegy. Zentralrechner und Sendeanlagen als zentrale Elemente des Systems werden mit Redundanz betrieben.

Die Frequenzen sind europaweit und exklusiv für die Funk-Rundsteuerung geschützt.