Funk-Rundsteuerung am Beispiel BerlinSeit 1996 kann die Stadt Berlin beim Beleuchtungsmanagement dank Funk-Rundsteurerung flexibel auf Wetter, Wartungsbedarf und besondere Anlässe reagieren.
Eines der Hauptanwendungsgebiete der Funk-Rundsteuerung ist das Beleuchtungsmanagement. Die Stadt Berlin nutzt seit 1996 die Vorteile des EFR Systems.
Die Anzahl der Funk-Rundsteuerempfänger im Stadtgebiet stieg bis heute kontinuierlich auf 43.500 Stück an. Statt mit fest programmierten Schaltuhren in einem starren Zeitraster oder mit verteilten Dämmerungsschaltern das An und Aus vorzugeben, kann die Beleuchtung bedarfsgerecht und energiesparend in Straßen, auf Plätzen und in Parks geregelt werden.
Dazu einige Beispiele:
Unvorhersehbare Unwetter tauchen die Stadt in tristes Grau. Ein Lichtsensor reagiert, wie sehr sich der Himmel trübt, und gibt bei Unterschreiten eines Grenzwertes den Impuls, das Licht einzuschalten. In der Zentrale der Stadt kann das Einsatzteam flexibel reagieren und per EFR-Telegramm Straßenzüge oder sogar das komplette Stadtgebiet erleuchten.
Ein Serviceteam möchte am Tag eine Beleuchtungskontrolle in einem Tunnel oder einem bestimmten Straßenzug durchführen. Dabei kann es mit einem mobilen Gerät und gezielter Adressierung des jeweiligen Schalthausbereichs die Prüflinge aktivieren. Zum Senden des Signals genügt ein Notebook oder sogar ein Handy, denn das EFR-System kann so programmiert werden, dass die EFR-Bedienstation auf eine eingehende SMS reagiert und sekundenschnell per Langwelle den Schaltimpuls sendet.
Das individuelle Lichtmanagement ist auch bei besonderen Anlässen sinnvoll: Wenn sich die Security-Mannschaft eines hohen Politikers möglichst viel Licht wünscht, um diesen bei einer Autofahrt optimal zu schützen, ist eine stadtplanbasierte Bedienoberfläche vorteilhaft. An ihr werden die zu passierenden Straßen ausgewählt, die Adressierung der zugehörigen Schalthäuser geschieht automatisch.